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Pfullinger Landschaft

Stadtentwicklung

Umgestaltung Marktplatz Pfullingen


Neupflanzung Kirchenhain

Die Stadt Pfullingen hat einen europaweiten Planungswettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, den zentralen Innenstadtbereich neu zu gestalten und aufzuwerten. Der Pfullinger Marktplatz wird nach dem Entwurf von Professor Schmid | Treiber | Partner aus Leonberg umgestaltet.

Ein wesentlicher Bestandteil der Umgestaltung ist der Kirchenhain, nördlich der Martinskirche. Die Entwurfsidee sieht vor das bisher zerklüftete und unzugängliche Gebirge als weitere nutzbare Platzfläche aufzuwerten. Hier kann man zukünftig Ruhe und Besinnlichkeit im lichten Baumschatten (Gleditia triacanthos „Skyline“) erleben.

Die Belagsfläche im Kirchenhain ist als unversiegelte wassergebundene Decke ausgebildet, um den natürlichen Charakter eines Haines zu stärken.

Teil der Entwurfsidee ist, so viele gesunde Bestandsbäume wie möglich zu erhalten. Es werden nahezu alle Solitärbäume erhalten, jedoch müssen willentlich für die Neupflanzung des Kirchenhaines, bestehende, nicht zukunftsfähige Bäume durch zukunftsfähige Bäume, wie die Gleditia triacanthos „Skyline“ ersetzt werden. Die Fällung der Bäume wird Ende Februar 2021 erfolgen.
 
Planungsziel:
- Öffnung des zerklüfteten und unzugänglichen Gebirges
- Entstehung erlebbarer Platzfläche
- Aufenthalt im lichten Baumschatten des Kirchenhaines
 
Baumfällungen:
- Vermeidung des dunklen, schattigen, düsteren Eindrucks auf der Rückseite der Kirche
- Abbruch, Neuherstellung und die Niveauveränderungen erfordern die Fällung
- Kollision der Neuplanung mit der Höhenlage der Wurzelhälse
- Überschüttung der Bestandshöhe von rund 25 cm
- Belagsaufbau von rund 36 cm
- Kastanien mäßig vital
- Alterszenit der Bäume überschritten
- Kastanien sind krankheitsanfällig, oft schon im August welk
 
Zukunftsbäume:
Warum?
- Klimawandel
- stärkerer Hitzestress
- länger anhaltende Hitzeperioden
- Starkregenereignisse

Vorteile!
- Bäume sind an die besonderen Bedürfnisse der Stadt angepasst
- hohe Trockenstresstoleranz
- Hitzeresistenz
- Frosthärte
- geringe Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten
 
Neupflanzung:
Lederhülsenbaum Gleditia triacanthos „Skyline“
- olivgrüne Triebe
- Die Blüten werden stark von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen angeflogen
- duftende Blüten
- attraktive goldgelbe Herbstfärbung
- trockenresistent
- stadtklimafest
- rauchhart
- bodensalzverträglich
- überflutungstolerant

Präsentation Neupflanzung Kirchenhain

Sollten Sie diesbezüglich weiterführende Fragen haben, können Sie diese im Zeitraum von 04.02.2021 bis 19.02.2021 gerne telefonisch unter 07121/7030-6201, oder schriftlich an die Stadtverwaltung Pfullingen, Stadtbauamt – Stadtplanung, Marktplatz 4, 72793 Pfullingen, beziehungsweise elektronisch an: stadtplanung@pfullingen.de richten.


Planungswettbewerb Marktplatz

Die Stadt Pfullingen hat einen europaweiten Planungswettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, den zentralen Innenstadtbereich neu zu gestalten und aufzuwerten. Der Siegerentwurf wurde Anfang des Jahres bekanntgegeben. Der Pfullinger Marktplatz wird nach dem Entwurf von Professor Schmid | Treiber | Partner aus Leonberg umgestaltet.

Ausgangssituation und Zielsetzung

Nach der Fertigstellung des DEZ mit seinem Umfeld und des Passy-Platzes steht nun die Umgestaltung des Marktplatzes mit dem Rathausumfeld an, um die Aufwertung der Innenstadt im Gesamten weiter fortzuführen.

Entwurfsidee

Die Innenstadt von Pfullingen zeichnet sich durch eine Abfolge von Plätzen aus: Lindenplatz, Marktplatz, Passy-Platz und Laiblinsplatz. Der Entwurf bezieht sich darauf und entwickelt ein zusammenhängendes großzügiges Freiraumkonzept für eine neue Ortsmitte der Begegnung. Das bedeutet, dass die öffentlichen Freiräume um das attraktive Ensemble aus Martinskirche, den historischen Rathausgebäuden und dem Marktplatz sowie der mehr lineare Lindenplatz eine Aufwertung erfahren und zum Anziehungspunkt im Stadtkern mit Raum für Einzelhandel, Veranstaltungen im Freien und das Verweilen werden. Um dies zu erreichen und dem heterogenen Gebäudebestand Ruhe, Einheit und Großzügigkeit zu verleihen, wird dem gesamten Planungsgebiet ein farblich und in seiner Materialität einheitlicher Stadtboden zugrunde gelegt.

Ein weiteres, reizvolles Merkmal von Pfullingen sind seine lebendigen Wasserläufe, die der Stadt Charme und das Besondere verleihen. Der Umgang mit dem Wasser grundsätzlich, die Möglichkeit das natürliche Gefälle aufzugreifen und sich zunutze zu machen und die Bedeutung des Elementes Wasser unter den heutigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen sind ein wichtiger Bestandteil des Entwurfes.

Marktplatz und Martinskirche

Der Charakter des Marktplatzes wird bestimmt durch den historischen, heterogenen Gebäudebestand und besonders durch die höher gelegene Martinskirche. Der Entwurf integriert die Kirche in den Marktplatz mit einer offenen, großzügigen und abgerundeten Stufenanlage. Hierdurch entsteht der Eindruck, dass sich die Kirche wie auf einer sanften Scholle von Osten her in den Platz schiebt und von diesem aufgenommen wird. Der Platz wirkt nun offener und lässt alle möglichen Nutzungen zu: Märkte, Feste, Außenbewirtung, Begegnung und Verweilen, Spiel und Erleben gehen Hand in Hand miteinander.

Wo bisher das zerklüftete und unzugängliche „Gebirge“ zu finden war, öffnet sich nun eine weitere Platzfläche als Teil der erhobenen Kirchenscholle. Hier kann man Ruhe und Besinnlichkeit im lichten Baumschatten (Gleditia triacanthos „Skyline“) des Kirchenhains erleben und sich vom bunten Treiben auf dem tiefer gelegenen Marktplatz zurückziehen. Sitzstufen, die von zwei barrierefreien Rampen begleitet werden ermöglichen den ungezwungenen Aufenthalt, in die Stufenanlage selbst sind weitere Sitzmöglichkeiten integriert. Von der Marktstraße wird der Kirchenhain durch eine lockere Baumreihe abgeschirmt.

Auf dieser ruhigen, leicht über dem Marktplatz liegenden Platzfläche findet das Kunstobjekt „Disput“ einen neuen, exponierten Standort. Auch der Bücherbaum darf auf dem Marktplatz nicht fehlen und wird auf die Sitzkante unter dem Baum am Rathaus I versetzt.

Weiterführende Information in Bezug auf Materialien und Ausstattung, Grünstruktur und Wasser, etc. können dem Entwurf entnommen werden.
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