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Baumannsche Mühle

Museen

Ein kulturhistorisch interessantes Gebäude ist das "Schlössle", ein um 1450 erbautes Fachwerkgebäude, in dem heute das Stadtgeschichtliche Museum untergebracht ist.
In der "Baumannschen Mühle", befindet sich das überregional bekannte Württembergische Trachtenmuseum sowie das Mühlenmuseum.

Die Neske-Bibliothek und die Villa Laiblin geben Einblick in das Leben und Wirken von zwei bekannten Pfullinger Familien.


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Die Pfullinger Museen auf einen Blick (PDF)

Die Pfullinger Museen im Überblick

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Trachten- und Mühlenmuseum

Baumannsche Mühle Rückseite
Josefstraße 5/2
72793 Pfullingen

Trachtenmuseum

Im Wohnteil der ehemaligen Baumannschen Getreidemühle hat die Trachtensammlung des Schwäbischen Albvereins ihren Platz gefunden. Man findet hier wunderschöne Exponate aus dem ehemaligen Königreich Württemberg und angrenzender Gebiete. Es geht in dem Museum nicht nur um festliche Formen und Farben, sondern um die Geschichte der ländlichen Kleidung schlechthin, also auch um Vorschriften und Gewohnheiten. Über die Herstellung der alten Kleider, vom Spinnen bis zum Bänderweben, geben die Geräte und Bilder der Spinnstube Auskunft.

In diesem Jahr zeigt der Schwäbische Albverein die Sonderausstellung

Trachtenschuhe - Trachtenkörbe
vom Barock bis zur Neuzeit

Trachtenschuhe - Trachtenkörbe - Sonderausstellung 2019, Bild: Anke Niklas


Mühlenmuseum

In den der Echaz zugewandten Teil der ehemaligen Baumannschen Mühle wurde die technische Einrichtung der Mühle Haydt eingebaut, die noch bis Ende der 1970er Jahre in Betrieb war. Die heute noch funktionsfähige Mühle geht über vier Stockwerke. Leicht überschaubar können Mahlgänge, Becherwerke, Plansichter und sonstige Einrichtungen studiert werden. Das Museum informiert zudem über die Entwicklung der Mühltechnik, die Bedeutung der Kornmüllerei und über die Nutzung der Wasserkraft.


Informationszentrum Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist von einem Netzwerk an dezentralen Informationszentren überzogen. Diese Zentren sollen dem Besucher die Thematik Biosphärengebiet näher bringen. Das Informationszentrum in der ehemaligen Baumannschen Mühle bringt Ihnen die Geschichte der Trachten im Biosphärengebiet und seiner Umgebung näher.



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Stadtgeschichtliches Museum im Schlössle

Schlössle mit Handwerkerbrunnen
Griesstraße 24/1
72793 Pfullingen

Das Pfullinger Schlössle ist ein herrschaftliches Gebäude
aus dem 15. Jahrhundert.


Hier und in der dazugehörigen Scheuer ist die Geschichte der Stadt Pfullingen und ihrer Bewohner dargestellt. Der "Pfullichgau" wird urkundlich erstmals 937 in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Große alamannische Gräberfelder zeugen von einer zusammenhängenden Besiedelung bereits im 5. Jahrhundert. Sogar aus der Jungsteinzeit sind zahlreiche Funde vorhanden. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Landwirtschaft und das Handwerk in vorindustrieller Zeit gelegt.

Der Geschichtsverein Pfullingen präsentiert wechselnde Jahreausstellungen:


Vergessene Berufe
Handwerkskunst, Erfindergeist, Forscherdrang






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Klosterareal

Sprechgitter im ehemaligen Klarissenkloster
Klostergarten 2
72793 Pfullingen
Als wichtigstes Überbleibsel des im 13. Jahrhundert gegründeten und bis zur Reformation bestehenden Klarissenklosters kann heute die sehr gut erhaltene Klosterkirche besichtigt werden. Ihre frühgotischen ornamentalen Freskomalereien sind in ihrer Art einzigartig nördlich der Alpen.
In den stimmungsvollen Räumen werden heute regelmäßig Kunstausstellungen veranstaltet.
Eine Besonderheit ist ebenfalls das noch original erhaltene Sprechgitter des Klosters.
  • Kurz nach 1300 erbaute Kirche des 1250 gegründeten Frauenklosters.
  • Die Klosteranlage umfasste Kirche, Konventsgebäude, Wirtschaftsgebäude, Fruchtkasten, Zehntscheuer und Mühle.
  • Nach 1539 Herzog Ulrich vertreibt die Nonnen aus dem Kloster, er lässt außerdem den Glockenturm sowie den Altar abreißen.
  • 1551 lässt Herzog Christoph die Nonnen wieder nach Pfullingen zurückkehren, die letzte Schwester stirbt am 2.11.1595
  • 1845 Privatbesitz
  • 1954 - 2001 Erwerb des Klosterareals durch die Stadt.
  • Sprechgitter (um 1250 erbaut); strenge Abgeschlossenheit, mit auswärtigen Menschen darf nur mit Genehmigung und unter Aufsicht gesprochen werden.
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Neske-Bibliothek

Neske Bibliothek
Klosterstraße 28
72793 Pfullingen
Die Neske-Bibliothek befindet sich in den originalen Räumen im zweiten Stock des ehemaligen Hauses der Fabrikantenfamilie Gayler in der Klosterstraße 28.
In den Nachkriegsjahren, als das Gebäude die große Familie Gayler, die junge Familie Neske und zahlreiche Verwandte und Freunde beherbergte, außerdem französische Besatzungsoffiziere einquartiert waren, wurden die beiden obersten Stockwerke des Hauses ausgebaut. Seit dieser Zeit wird das Haus liebevoll »die Arche« genannt.

Brigitte und Günther Neske wohnten hier mit ihrem Sohn Thomas. Hier waren die Verlagsräume der ersten Jahre, in der »Klause« ganz oben unter dem Dach wohnten immer wieder zum Teil sehr prominente Gäste.
Der Bibliotheksraum, in dem heute die »Neske-Bibliothek« ist, war bis 2007 die Privatbibliothek des Hauses und war immer ein Ort der Geselligkeit, der Gespräche und Dispute. Auf dem alten Cordsofa saßen schon Martin Heidegger, Ernst Bloch, Walter Jens, Ernst und Gretha Jünger, Hans Mayer, Kurt Georg Kiesinger, Elisabeth Flickenschildt, Marcia Haydee und viele andere.

In den Regalen sind heute die Bücher und Schallplatten versammelt, die im Neske-Verlag von 1951 bis 1993 erschienen sind.

Der Nebenraum diente als kleines Schlafzimmer. Heute steht hier Brigitte Neskes Schreibtisch, ein Archiv über Haus, Verlag und Autoren befindet sich in den eingebauten Wandschränken und eine Ausstellung präsentiert die Geschichte des Verlags und die Arbeit des Verlegens.


Der Verlag

1951 gründete Günther Neske seinen eigenen Verlag - in der Zeit des Papiermangels, der Zensur durch die Besatzungsmächte und der Lizenzschwierigkeiten.

Schwerpunkt des Verlagsprogramms in den ersten 10 Jahren ist die Auseinandersetzung mit den geistigen Strömungen der Zeit – den philosophisch-theologischen, den geschichtlich-politischen – außerdem prägnante Lebenszeugnisse außergewöhnlicher Zeitgenossen.

Bis 1993 betreiben Günther und Brigitte Neske den Verlag gemeinsam, danach geht er an den Verlag Klett-Cotta in Stuttgart über.

DIE ZEIT urteilt 1997 über den Verlag:
»... eines der besten Markenzeichen der jungen, ohne Scheuklappen um Aufklärung bemühten BRD«.


Die Autoren

Günther Neske brachte sie unter ein Dach:
  • Ernst Jünger und Walter Jens
  • Rudolf Kassner und Hans Mayer
  • Martin Heidegger und Walter Schulz
  • Walter Warnach und Eugen Gottlob Winkler
Er machte deutsche Leser nach dem Krieg mit der literarischen Avantgarde der Zeit bekannt: mit Djuna Barnes, André Breton, James Joyce, Natalie Sarraute und verlegte als erster deutscher Verleger das gesamte Prosa-Werk des großen polnischen Schriftstellers Witold Gombrowicz.

Mit einer Postkarte des Pfullinger Sprechgitters regte Günther Neske Paul Celan zu einem der wichtigsten Lyrikbände, Sprachgitter, der deutschen Nachkriegsliteratur an.
Es gelang ihm aber nicht, Celan in seinen Verlag einzubinden.
1958 wollte Günter Grass die Blechtrommel bei Neske verlegen lassen, verhindert wurde es durch das Vorgriffsrecht eines anderen Verlegers.

Für seine Sprechplatten gewann Günter Neske sie jedoch alle: Hans Arp, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Günter Eich, Günter Grass, Helmut Heissenbüttel und Walter Höllerer sind mit Gedichten zu hören; Martin Heidegger, Hermann Broch, James Joyce und Walter Jens mit Vorträgen und Prosa.

Surrealistische und konkrete Lyrik wurde in der Lyrik-Reihe Schwarz auf Weiß verlegt.

Schon in den 60er-Jahren gab Neske Schriften japanischer ZEN-Meister heraus. Der Ochs und sein Hirte ist heute noch ein zentrales Werk in ZEN-Kreisen.

Die erste Monographie über HAP Grieshaber erschien in Pfullingen. Publikationen über Olaf Gulbransson und von Horst Janssen gaben dem Kunst-Programm Profil.

Meisterhafte Foto-Bildbände entstanden mit Paul Swiridoff, aber auch mit Zoë Dominic u. a. über das Stuttgarter Ballett.


Veranstaltungen
Das ganze Jahr über finden Führungen statt, philosophisch und literarisch Interessierte treffen sich zu Gesprächsrunden.




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Villa Louis Laiblin

Dokumentationsstätte über die Geschichte und das Wirken der Familie Laiblin
Villa_Laiblin
Klosterstraße 82
72793 Pfullingen
Zu den wichtigsten Pfullinger Persönlichkeiten zählt der Mäzen Louis Laiblin, der am 4. Juni 1861 in Pfullingen als Sohn des Ernst Louis Laiblin, Kommerzienrat und Papierfabrikant, und Laura Larissa, geb. Lang geboren wurde.

Nach dem Besuch des königlichen Real-Gymnasiums in Stuttgart und einer kaufmännischen Ausbildung machte er Bildungsreisen.
1885 heiratete er Helene geb. Fleischhauer. Von da an lebte er als Privatier. Seine Frau starb bereits im Jahre 1897.
Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1892 wurde ihm dessen Anteil aus der Papierfabrik Gebr. Laiblin ausbezahlt. Die Firma wurde von seinen Vettern Karl und Ernst weitergeführt.
Louis Laiblin widmete sich nach dem Austritt aus der Firma seinen vielseitigen Interessen. Er trat als Förderer von Künstlern, Kirchen, von kulturellen und gemeinnützigen Vereinigungen und als Wohltäter seiner Vaterstadt in Erscheinung. Im Zeitraum von 1901 bis 1922 wurden etwa 280 größere und kleinere Stiftungen registriert.

Als die wichtigste Stiftung können die Pfullinger Hallen angesehen werden, die von 1904 bis 1907 von dem größten Architekten der damaligen Zeit, Theodor Fischer, erbaut wurden. Louis Laiblin stiftete sie 1907 der Stadt Pfullingen als „Ton- und Turnhalle“. Die Pfullinger Hallen sind heute ein kulturelles Denkmal ersten Ranges.

Laiblin finanzierte hauptsächlich den Schönbergturm, die sogenannte „Unterhos“, das Wahrzeichen von Pfullingen. Dieser wurde ebenfalls nach den Plänen von Theodor Fischer 1905 erbaut und dem Schwäbischen Albverein übergeben.

Darüber hinaus stiftete Laiblin u. a. den Festplatz auf der kleinen Wanne, die Lindenallee entlang der Eisenbahnstraße, ein Kirchenfenster im Chor der Martinskirche, Geld und Bücher zur Gründung der Volksbibliothek und richtete Arbeiterhäuser ein. Den Erlenhof vermachte er in seinem Testament der Stadt Pfullingen.

Auf Grund seiner Verdienste für sein Heimatland wurde Louis Laiblin zum Ehrenbürger der Stadt Pfullingen ernannt. Im Jahre 1917 wurde er zum geheimen Hofrat, 1918 zum Träger des Komturkreuzes des Herzogl. Sächsischen Ernestinischen Hausordens und 1924 zum Ehrensenator der Universität Tübingen ernannt.
Nach einem erfüllten Leben starb Louis Laiblin am 10. Februar 1927 in der Med. Universitätsklinik an den Folgen eines Schlaganfalls.

Die drei Räume mit anschließender Loggia in der Villa Laiblin sollen Einblicke in das Leben und Wirken von Louis Laiblin und seiner Familie geben.




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