Pfullinger Amtsblatt vor Verlagswechsel

Städtische Mitteilungen

Weiterhin in Vollverteilung, aber künftig per Wochenblatt

Seit mehr als zehn Jahren gibt es in Pfullingen bereits das Amtsblatt. Jede Woche – mit zwei kurzen Ferienunterbrechungen im Jahr – erhalten alle Pfullinger Haushalte das Mitteilungsblatt der Stadt kostenlos in ihren Briefkasten geliefert, eine beliebte Übersicht an städtischen Nachrichten, Veranstaltungsankündigungen, Vereins-Mitteilungen und vielem mehr. Seit dem Auftakt im Jahr 2016 ist der Pfullinger Fink Verlag im Sandwiesen Hersteller und Verteiler des Amtsblatts – zum anstehenden Jahreswechsel ändert sich das.

Nach der Weihnachtspause, genauer ab dem 21. Januar 2027, wird der NAK-Verlag, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Neuen Pressegesellschaft (NPG), zu welcher auch die Südwest Presse in Ulm gehört, das Pfullinger Amtsblatt ausliefern. Den Wechsel hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats jüngst getroffen – maßgebliche Gründe sind die langfristige Kosteneinsparungen beim Posten des in den vergangenen Jahren im teurer gewordenen Print-Produkts sowie die digitalen Ausspielweisen, die der NAK-Verlag anbietet.

Auch wenn ein Wechsel weg vom lokalen Unternehmen immer schmerzlich sei, hält Stefan Wörner die Entscheidung für geboten: „Wir haben gar keine andere Wahl, als unseren Fokus auf Kostenreduzierung konsequent durchzuhalten, und das gilt auch für das Amtsblatt. Mit der neuen App und dem E-Paper werden wir darüber hinaus den digitalen Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht“, so der Bürgermeister und weiter: „Dem Fink-Verlag, seinem Geschäftsführer Martin Fink und dem ganzen Team, das in den vergangenen Jahren unser Amtsblatt zu dem wertigen Produkt gemacht hat, das es ist, möchte ich meinen großen Dank für die langjährige Zusammenarbeit aussprechen!“

Mit dem Verlagswechsel ändert sich ab dem neuen Jahr auch die Art der Verteilung des Amtsblatts. Die Vollverteilung bleibt erhalten, wobei Gewerbeadressen allerdings nicht mehr davon umfasst sind. Alle privaten Adressen können aber weiterhin mit einem wöchentlichen Einwurf im Briefkasten rechnen – künftig ist der Freitag der „Amtsblatt-Tag“. Einzeln wird es aber nicht mehr zugestellt, in Zukunft erreicht das Blättle die Pfullingerinnen und Pfullinger als separate Einlage im Wochenblatt. Dies sorgt für das Einsparpotential bei den Austrägerkosten.

Wer das Amtsblatt weiterhin erhalten möchte, muss also den Erhalt des Wochenblatts sicherstellen. Dieses gilt als sogenannte „kostenlose Zeitung“, die an manchen Briefkasten per entsprechendem Aufkleber abgelehnt wird. Wer diese Aufkleber bestehen lässt, kann das Amtsblatt künftig nur noch digital lesen, bekommt aber keines in Papierform zugestellt. Anders sieht es aus, wenn an Briefkästen lediglich „Werbung“ als nicht erwünscht geschrieben steht. Das Wochenblatt enthält zwar Werbung, aber darüber hinaus auch redaktionelle Inhalte, daher gilt es als „kostenlose Zeitung“ und nicht als „Werbung“.

Kurz und knapp: Wer das Amtsblatt ab Januar weiter erhalten möchte, schließt entweder nur „Werbung“ aus oder macht gar keine Einschränkung, um das Wochenblatt mit Amtsblatt im Briefkasten zu finden.