Textilfabrikanten. Die beiden Landenberger-Brüder leiteten gemeinsam die von ihrem Vater Carl (1829 – 1897) im Lindach eingerichtete Baumwollweberei Landenberger. In Mühlen (Horb a. N.) bestand ein Zweigbetrieb des insbesondere auf Herstellung von Stofftaschentüchern spezialisierten Unternehmens. Fortsetzung der Firmentradition durch den Sohn Gustav Landenbergers, Manfred (1907 – 1998). Bedingt durch eine allgemeine Textilkrise Anfang der 1970er-Jahre Betriebseinstellung.
Bemerkenswert sind die Heiratsverbindungen (beide im Jahr 1905 geschlossen) der beiden Brüder zu zwei Töchtern aus der Inhaberfamilie der hiesigen Papierfabrik „J. Krauß-Erben“. Sie werfen ein Licht auf das Beziehungsgeflecht bürgerlicher Familien.
Brauereibesitzer („Klosterbrauerei“/„Sigel-Bier“). Enkel des Brauereibesitzers Christian Friedrich Sigel, mit dem 1867/68 die Brauerdynastie Sigel und die „Klosterbrauerei“ ihren Anfang in Pfullingen nahmen.
Nach dem Tod seines Vaters Adolf (1852 – 1905) übernahm er als Ältester von fünf Geschwistern die Betriebsleitung. Bis 1920 Erwerb von zwei Brauerein in Reutlingen und der Pfullinger „Adlerbrauerei“. Nach dem Tod Sigels als technischer Vorstand 1942 blieb die „Klosterbrauerei“ noch bis in die 1970er-Jahre in Familienbesitz und endete die Bierproduktion in Pfullingen im Februar 1982.
Bergsteiger. Der Sohn eines kriegsblinden Korbmachers und hervorragende Alpinist versuchte im August 1957 mit seinem Bergkameraden Franz Mayer die Durchsteigung der Eiger-Nordwand. Gemeinsam mit einer italienischen Seilschaft gerieten sie in Bergnot. Nur der Italiener Conti konnte lebend geborgen werden. Erst 1961 Auffindung Mayers und Nothdurfts, die beim Versuch Hilfe zu holen noch den Eigergipfel erreicht hatten und beim Abstieg umgekommen waren.
Stadtrat von 1965 – 1999 und stv. Bürgermeister in der Zeit von 1971 – 1999. CDU-Landtagsabgeordneter 1976 – 1988. Von 1976 – 1995 leitete der Pädagoge Götz das Friedrich-Schiller-Gymnasium. Seit den 1970er-Jahren Mitinitiator der 1985 offiziell begründeten Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Passy. Für seine Verdienste um die Stadt Pfullingen und um die Städtepartnerschaft wurde ihm sowohl von Pfullingen als auch Passy die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Lederfabrikant und gleichnamiger Enkel des Gründers der Firma (Gebr.) Klemm, die auf die Herstellung von Treibriemen spezialisiert war. Sie verdankte ihren Aufstieg der boomenden Industrie um die Jahrhundertwende. Nach dem frühen Tod Klemms erwarb der langjährige Mitarbeiter Wilhelm Trumpp bis 1923 das gesamte Unternehmen. Ab 1960 Verlagerung auf den Großhandel mit Bodenbelägen. An die einstige Betriebsstätte im „Schlösslespark“ bis 1977 erinnert das dort noch erhaltene Wasserrad.
Bürgermeister von 1962 – 1982. Seine Amtszeit ist aufs engste mit dem Anfang der 1970er-Jahre begonnenen Innenstadtsanierung verbunden, deren Fertigstellung er durch seinen frühen Tod nicht mehr erleben konnte. Unter den zahlreichen Großprojekten, die unter seiner Regie realisiert wurden, sind vor allem die Schulbauten hervorzuheben, die die Entwicklung Pfullingens zur „Schulstadt“ markieren: Burgwegschule und –Kindergarten 1965, Schloss-Schule 1969, „B-Bau“ des Progymnasiums, das im gleichen Jahr gymnasiale Vollanstalt wird („Friedrich-Schiller-Gymnasium“ 1977), Wilhelm-Hauff-Realschule 1972.
Papierfabrikanten. (Karl) Adolf Laiblin führte gemeinsam mit seinem Bruder Ernst Louis Laiblin (1817 – 1892) als „Gebrüder Laiblin“ seit den 1850er-Jahren das väterliche Unternehmen weiter, das in den 1830er-Jahren den Übergang zur industriellen Produktion vollzogen hatte. Seine Söhne Ernst (1853 – 1920) und Adolf Karl (1850 – 1921) setzten die Firmentradition fort. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Papierfabrik und für ihre Verdienste um die Stadt Pfullingen (u.a. größere Stiftungen für die Erneuerung der Martinskirche; Finanzierung eines neuen Wegs auf den Übersberg: „Elisenweg“ nach der Frau des Stifters Ernst Laiblin) wurde ihnen 1901 die Ehrenbürgerwürde zuteil.
Papierfabrikant und Kommerzienrat Ernst Louis Laiblin hatte gemeinsam mit seinem Bruder (Karl) Adolf Laiblin (1819 – 1884) die Leitung der Papierfabrik „Gebrüder Laiblin“ inne. Nach ihm ist der „Laiblinsplatz“ benannt, den er als Straßenbegradigung durch Ankauf und Abbruch einiger älterer Gebäude Mitte der 1880er-Jahre anlegen ließ. Sein Sohn Louis führte auf der Grundlage des väterlichen Vermögens eine Existenz als Privatier und Mäzen. Viele Einzelpersonen und Institutionen erfuhren in großzügiger Weise seine Unterstützung. Die Stadt Pfullingen verdankt ihm die Stiftung der Pfullinger Hallen 1907. Auch den Bau des Schönbergturms, ebenfalls auf einen Entwurf des Architekten Theodor Fischer zurückgehend, finanzierte Louis Laiblin maßgeblich. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde ihm 1907 die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Grabmonument der Firma Paul Stotz, Metallwerke, Stuttgart, mit Anklängen an den Stuttgarter Galateabrunnen; Skulptur nach einem Entwurf des Bildhauers Jacob Ungerer.
Bürgermeister von 1948 – 1961. Als erster Nachkriegsbürgermeister war Fischer mit den typischen Problemen dieser Zeit konfrontiert, zu denen vor allem die Schaffung von Wohnraum gehörte. Daneben wurden in seiner Amtszeit weitere wichtige kommunale Bauprojekte realisiert, wie etwa 1953 das neue Freibad bei den Pfullinger Hallen, das Feuerwehrhaus 1957 oder das Progymnasium im gleichen Jahr.
Praktischer Arzt in Pfullingen und ärztlicher Direktor der hiesigen Heilanstalt Flamm von 1904 – 1915; Sanitätsrat. Durch Heirat 1896 mit Irene, geb. Flamm, Tochter des verstorbenen Inhabers der Heilanstalt Flamm, Dr. Otto Flamm, wurde der auf die „Irrenheilkunde“ spezialisierte Kurz zugleich Mitbesitzer der Einrichtung. Diese wurde Anfang der 1920er-Jahre aufgelöst.
Bei den insgesamt 26 Personen, die die Grabtafeln des Gemeinschaftsgrabes und der benachbarten sechs Gräber anführen, handelt es sich zumeist um Zwangsarbeiter und deren Kinder. Von den während des Krieges in großer Zahl auch in Pfullingen eingesetzten und internierten Fremdarbeitern war keineswegs bei allen nach Kriegsende eine sofortige Rückkehr in die Heimatländer möglich oder gewünscht. So bestand auf dem Pfullinger Schlossareal bis in die 1950er-Jahre ein großes Sammellager. Dass sich unter den hier Bestatteten allein neun Säuglinge befinden, unterstreicht die in jeder Hinsicht schlechte Versorgungslage der Nachkriegszeit.
Kriegsgräber werden dauernd erhalten („dauerndes Ruherecht“).
Bauunternehmer. Stadtrat von 1948 – 1989. Stv. Bürgermeister 1953 – 1989. Nach der wiedererlangten Selbstständigkeit Pfullingens 1948 begleitete der SPD-Mann Möck die städtische Entwicklung in allen wichtigen Bereichen. Bei Kommunalwahlen erzielte er bis heute unerreichte Stimmenzahlen (1962: 8.349). V.a. sein Fachwissen als Bauingenieur und –unternehmer brachte er in seine vielfältige kommunalpolitische Arbeit ein. Seine Verdienste würdigte die Stadt 1996 mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde.
Lehrer. Die aus Pfullingen stammende Christa Vollmer und ihr Verlobter Hans-Werner Rupp gehörten zu den betreuenden Lehrern einer Heilbronner Schüler-gruppe in Oberösterreich, die in der Karwoche 1954 den Krippenstein im Dachsteingebirge besteigen wollte. Ein Schneesturm wurde der Gruppe am 15. April 1954 zum Verhängnis: Die Teilnehmer der Wanderung, zehn Schüler und drei Lehrer, unter ihnen Rupp und Vollmer, konnten erst nach mehreren Tagen nur noch tot geborgen werden.