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Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag – die Pfullinger Mühlen haben geöffnet


Auch in diesem Jahr beteiligen sich die Pfullinger Museen am Aktionstag Deutscher Mühlentag, bestehend aus dem Mühlen- und Württembergischem Trachtenmuseum in der ehemaligen Baumann‘schen Mühle. Die Flad‘sche Sägemühle in der Hohe Straße 10 kann in diesem Jahr leider nicht mit von der Partie sein.

Bereits im 13. Jahrhundert existierten in Pfullingen verschiedene Mühlen, unter anderem die Baumann‘sche Mühle, die Schlossmühle beim Rempenschloss, die Volk‘sche Mühle (Kraußstraße 6/1) und die Rehm‘sche Mühle (Leonhardstraße 19). Im Laufe der Jahrhunderte wurden Mühlen zum Zerkleinern und zum Bearbeiten von allerhand Materialien gebaut und konstruiert. Es gab Säg-, Walk-, Papier-, Hanf-, Flachs-, Öl-, Gips-, Pulver- und Schleifmühlen.

Passend dazu wird Professorin Waltraud Pustal Interessierte auf dem WasserErlebnisPfad durch die Mühlen- und Industriegeschichte Pfullingens führen. Die anderthalbstündige Führung entlang der Wasserwege steht unter dem Motto: „Geheimnisse lüften – was uns die einstigen Mühlenstandorte verraten“. Treffpunkt ist das Mühlenmuseum, Baumannsche Mühle, Josefstr. 5/2 um 10:30 Uhr. Etliche ehemalige Mühlenstandorte sind in Pfullingen dokumentiert. Über die Jahrhunderte wechselten die Besitzer und die Produktionszweige. Pfullingen war lange Zeit ein armes Landstädtchen mit knapp 3.500 Bewohnern, das in seiner wirtschaftlichen Entwicklung sehr unter der Nähe zum starken Reutlingen litt. Die Wasserkraft der Echaz mit ihrem verzweigten Netz und einer Vielzahl von Mühlenstandorten bildete ein festes Rückgrat für die Entwicklung und den Wohlstand der Stadt. Mit dem Einsetzen der Industrialisierung und dem Aufbau des öffentlichen Stromnetzes verloren die Mühlen wiederum an Bedeutung. Nach und nach verschwanden viele von ihnen aus dem Pfullinger Stadtbild.

Die Baumannsche Mühle – heute ein Kulturdenkmal – ist nach ihrer Renovierung die letzte noch funktionsfähige Mühle. In ihr ist heute das Mühlen- und das Württembergische Trachtenmuseum untergebracht. Geöffnet ist die Baumannsche Mühle am Mühlentag von 10:00 bis 17:00 Uhr. Martin Fink führt an diesem Tag um 10 Uhr durch das Mühlenmuseum. Um 14:30 Uhr begleitet Anke Niklas Interessierte durch das Trachtenmuseum. Dort ist bereits ab 10:00 Uhr die Sonderausstellung des Schwäbischen Albvereins »Unter der Haube“ zu besichtigen. Die Ausstellung zeigt eine große Auswahl an Kopfbedeckungen und bietet einen Einblick in die Vielfalt von Hauben und Hüten, die früher zur Tracht getragen wurden. Der Schwäbische Albverein bewirtet in der Mühlenstube die Gäste mit Kaffee und Kuchen, außerdem wird es Maultaschen mit Kartoffelsalat als Mittagstisch geben.

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