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Aktuell

Infostand auf dem Wochenmarkt am 11.10.2019: Fairtrade-Produkte mit Mengenausgleich


Üblicherweise sind Fair-gehandelte Produkte 1:1 rückverfolgbar und haben 100% Fairen Anteil. In den folgenden Wochen wollen wir uns mit davon abweichenden Formen beschäftigen, um Sie besser zu informieren.

Beim sogenannten "Mengenausgleich" werden bei der Herstellung faire und konventionelle Rohstoffe gemeinsam verarbeitet und im entsprechenden Verhältnis dann ein Teil des Erzeugnisses als "Fair" deklariert verkauft. Dies wird meist dort angewendet, wo große Mengen in kurzer Zeit verarbeitet werden müssen und man keine ausreichende Menge an fairen Rohstoffen für eine separate Charge zusammen bekommt. Manchmal ist es auch logistisch nicht möglich, die Rohware zum Erzeuger zu transportieren, weil diese sonst verderben würde. Orangen und andere frische Früchte sind typische Beispiele aber auch bei Zucker oder Kakao für Schokolade ist dies möglich.

Sicherlich ist dies nicht der optimale Fall, will man doch am liebsten genau die Faire Ware genießen, die auch Fair erzeugt wurde. Oft ist dies eben nicht möglich, sonst könnten die fairen Rohstoffe gar nicht verarbeitet werden und die Bauern würden ihre Faire Ernte erst gar nicht verkaufen können. Deshalb ist es insgesamt trotzdem eine gute Sache.
Wenn man darüber nachdenkt, wird dies bei anderen Produkten ähnlich gehandhabt, ohne dass wir extra darauf hingewiesen werden. Der Apfelsaft, den man bei einem größeren Betrieb erwirbt, dem man seine Äpfel abgegeben hat, wurde auch aus einem Gemisch mit vielen anderen Äpfeln erzeugt und man bekommt lediglich die entsprechende Menge Saft zurück.
Oder Ökostrom wird von den Erzeugern in das konventionelle Stromnetz eingespeist, Ökostrombezieher erhalten dann Ihre erworbene Menge aus dem "gemischten" Stromnetz. Technisch geht es hier auch nicht anders.

Fazit: Mengenausgleich ermöglicht mehr Erzeugern von Kleinmengen einen besseren Marktzugang, was grundsätzlich gut ist. Es gibt aber auch Fairtrade-Partner (wie Gepa, El Puente usw.) die auf Kleinbauern konzentriert ausschließlich Ware mit 100% Rückverfolgbarkeit anbieten. Diese sind dann eben etwas teurer.
Unser Tipp: Wer sicher sein will, sollte immer etwas genauer auf das Etikett schauen.

Weitere Informationen und Diskussion beim Infostand auf dem Wochenmarkt am 11. Oktober 2019.

Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Pfullingen

Bild: Transfair, Didier Gentilhomme
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