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Fachwerkhäuser in der Innenstadt

Aktuell

Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

- Tag des offenen Denkmals 2019 -

Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 8. September 2019, öffnen traditionell zahlreiche historische Bauten ihre Pforten für Besucher aus nah und fern, denn dieser Tag eignet sich hervorragend als Familientag, bei dem es Vieles zu entdecken gibt. Pfullingen ist mit dem öffentlichen Personennahverkehr und mit dem Fahrrad sehr gut zu erreichen und bietet auch bei längeren Aufenthalten passgenaue Unterkunftsmöglichkeiten, z.B. der wunderschön gelegene Wohnmobilstellplatz, sowie mehrere Hotels und Ferienwohnungen. Auch das Pfullinger Schönbergbad hat noch bis zum 29. September geöffnet. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
 
Vom 6. bis 8. September findet ebenfalls das traditionelle „Schlösslesparkfest“ der Gemeinschaft musizierender Vereine statt, das den Tag des offenen Denkmals bestens umrahmt.
 
„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ – unter diesem Motto steht der Tag des offenen Denkmals 2019, an dem sich die Stadt Pfullingen wie folgt beteiligt:
Im Jahre 1252 wurde das Pfullinger Klarissenkloster (Im Klostergarten 2) erstmals urkundlich erwähnt. Vom Kloster und Klosteramt sind heute noch Teile des Langhauses der Klosterkirche mit wertvoller, einzigartiger ornamentaler Wandmalerei, Teile der Umfassungsmauer, ein Fruchtkasten und aus der Barockzeit drei Keller, das Haus des Klosteramtmannes sowie kleinere Zweckbauten erhalten. Nach der Aufhebung des Klosters 1539 wurde es herzogliches Klostergut bevor es 1851 in Privatbesitz überging. 1954 erwarb die Stadt das Klosterareal und konnte 1983 nach 2-jähriger Sanierung die Klosterkirche für die kulturelle Nutzung freigeben. 1999 konnte das Sprechgitter ebenfalls erworben werden und wurde saniert. Das von Armut, Demut und Gehorsam geprägte Leben der Nonnen wird den Besuchern in einer musealen Dauerausstellung im ehemaligen „Waschhaus“ des Klosters nähergebracht. Die Ausstellung ist in drei Themengebiete gegliedert: „Die Außenwelt“, also die Betrachtung der weltlichen Seite, „Die Klosterwelt von innen“ mit Erläuterungen zur Gründerin des Klarissenordens, der heiligen Klara und der Beschreibung der Pfullinger Liederhandschrift. Mit dem 3. Teil, dem Thema „Die Außenwelt jenseits des Sprechgitters“ wird auch der Gang nach draußen in den Klostergarten zum realen Sprechgitter mit einbezogen. Zusätzlich im Erdgeschoss der Klosterkirche rundet eine audiovisuelle Präsentation der Klostergeschichte und ein Rundgang zu den – auch nachklösterlichen – historischen Relikten im Klostergarten das Angebot ab.
Die Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals sind von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Um 13:30 Uhr und 16:00 Uhr kann an Führungen mit Reinhart Haug teilgenommen werden.
 
Direkt neben dem Klostergarten befindet sich die ehemalige Privatbibliothek der Fabrikanten- und Verlegerfamilie Gayler und Neske, die heutige „Neske Bibliothek“ (Klosterstraße 28). Diese Privatbibliothek wurde erhalten und mit großzügiger Unterstützung der Arbeitsstelle für literarische Museen in Marbach und den Leihgaben der Familie Neske mit einer einzigartigen Exponaten ausgestattet. Sie spiegelt die ganze Palette und die Lebendigkeit der damaligen Verlagsarbeit wieder. 1951 gegründet, wurde der Verlag Günther Neske in den 40 Jahren seines Bestehens, zu einem der bedeutendsten deutschen Verlage der Nachkriegszeit. Die Neske-Bibliothek ist von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Eine Führung mit Felicitas Vogel unter dem Motto: „Umbrüche und Aufbrüche in der Nachkriegszeit – gespiegelt im Verlagsprogramm des Neske-Verlags“ findet um 15:00 Uhr statt.
 
Die Villa Louis Laiblin (Klosterstraße 82) wurde 1872 durch den Papierfabrikanten Ernst Louis Laiblin (1817-1892) im Stil der Neo-Renaissance erbaut. Mit dem Bau der Villa wurde der Reutlinger Architekt Hermann Zwißler beauftragt. Zeitgleich entstand auch die ausgedehnte Parkanlage südwestlich der Villa Laiblin. Seit 2011 befindet sich dort die Dokumentationsstätte über „Louis Laiblin“ die zu Ehren des 150. Geburtstages des Mäzens eröffnet wurde. Genauere Informationen gibt es bei einer Führung um 11:00 Uhr mit Martin Fink. Von 14:00 bis 17:00 Uhr kann die Ausstellung auch ohne Führung besichtigt werden.
 
Ebenfalls zu besichtigen sind die von dem Architekten Theodor Fischer entworfenen Pfullinger Hallen (Klosterstraße 110). Die Pfullinger Hallen sind eine Stiftung von Louis Laiblin. 1903 baten der Männergesangverein Liederkranz und der Turnverein der Stadt Laiblin um eine Beihilfe zum Bau von Vereinsheimen. Diese Bitte wurde von Laiblin erhört, schon im Herbst 1904 wurde mit den Ausschachtungsarbeiten des sogenannten „Gesellschaftshauses“ begonnen. Am 24. Oktober 1907 wurde der Bau als Stiftung an die Stadt übergeben. Die ganze Anlage wurde „zur Pflege des Schönen und Edlen“ gewidmet. Nähere Informationen zu den Pfullinger Hallen gibt es bei der Führung mit Stefan Spiller um 15:00 Uhr. Die Pfullinger Hallen sind am Tag des offenen Denkmals von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
 
Wie auch die Pfullinger Hallen wurde der Pfullinger Schönbergturm in den Jahren 1905/1906 von Theodor Fischer geplant und erbaut. Der Aussichtsturm ist der erste in Eisenbetonbauweise erstellt Turm. Er ist das Wahrzeichen der Stadt Pfullingen. Der Turm kann ganztägig besichtigt werden. Führungen mit Helmut Barthold werden nach Bedarf geboten. Eine Bewirtung am Turm gibt es ab 11:00 Uhr - jedoch wetterabhängig.
 
Die Museen im Schlösslespark zeigen anschaulich die Entwicklung eines Landstädtchens zum Industrieort und dies - was sie auch für den Ortsfremden sehenswert macht - unter Einbeziehung der Geschichte der Region und des Landes. Die drei Museen bestehen aus dem Mühlen- und Trachtenmuseum in der ehemaligen Baumann´schen Mühle (Josefstraße 5/2) sowie dem Stadtgeschichtlichen Museum im Schlössle und der Schlössles-Scheuer (Griesstraße 24/1).
 
Am Standort des heutigen Mühlenmuseums wurde bereits um 1500 eine Getreidemühle, die Kilzenmühle, erbaut. Die letzten tätigen Müller - die Familie Baumann - erwarben das Anwesen nach und nach in den Jahren von 1875 bis 1883. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in der Baumann´schen Mühle gemahlen. Das Mühlgeschirr im Museum stammt aus der ehemaligen Haydt´schen Getreidemühle, die im Jahr 1978 ihren Betrieb aufgab und 1980 im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen wurde. Seit 1988 beherbergt das Gebäude der ehemaligen Baumann´schen Mühle das Mühlen- und Trachtenmuseum - auch bekannt aus der Fernsehsendung „Laible und Frisch“ als „Häberlesmühle“.
 
Im württembergischen Trachtenmuseum ist seit 2012 ein dezentrales Informationszentrum des Biosphärengebiets eingerichtet und erzählt mit besonderen Exponaten von der früheren Lebensweise der Menschen am Beispiel deren Trachten und Arbeitskleidung.
Die Museen in der Baumann´schen Mühle haben am Tag des offenen Denkmals von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Führungen finden wie folgt statt:
Im Württembergischen Trachtenmuseum (ehem. Baumann´sche Mühle) führt Dorothea Brenner um 13:00 Uhr und um 15:00 Uhr durch das Museum. Dort wird derzeit die Sonderausstellung „Trachtenschuhe – Trachtenkörbe vom Barock bis zur Neuzeit“ gezeigt.
Im Mühlenmuseum (ebenfalls ehem. Baumann´sche Mühle) zeigt Eberhard Gröner um 14:00 Uhr und um 16:00 Uhr, wie die Mühle früher betrieben wurde.
 
Das Pfullinger Schlössle wurde um 1450 erbaut und 1487 an Graf Eberhard von Württemberg verkauft, bevor es in Privatbesitz überging. 1987 fand nach einer umfangreichen Renovierung hier das stadtgeschichtliche Museum seinen Platz.
Im stadtgeschichtlichen Museum (Schlössle) zeigt der Geschichtsverein die Sonderausstellung „Vergessene Berufe – Handwerkerkunst, Erfindergeist, Forscherdrang“. Die Ausstellung kann von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr besucht werden.
 
Wissenswertes über das etwa 1437 erbaute Rathaus 1 erläutert Martin Fink in seiner Führung um 14:30 Uhr.
Der heutige städtische Friedhof (Schulstr. 22) besteht bereits seit 1892. Im Jahr 1965 erweiterte man erstmals das Friedhofsgelände und baute eine Aussegnungshalle. Nach Stilllegung der Bahnlinie erfolgte 1990 erneut eine Erweiterung des Friedhofs in Richtung Stadtgarten. Heutiger und ehemaliger Friedhof sind nun fast wieder miteinander verbunden. Um 15:30 Uhr kann an einer Führung mit Martin Fink teilgenommen werden.
 
Der Luftschutzkeller beim städtischen Kindergarten (Schulstraße 16) birgt viele Geheimnisse. Der Keller wurde, ähnlich wie der Schönbergturm, in Stahlbetonbauweise erstellt. Er erstreckt sich von unterhalb des Kindergartenvorplatzes bis zur Schulstraße und bis zur ehemaligen Bahnlinie. Martin Fink führt an diesem Tag um 16:30 Uhr durch die Luftschutzkelleranlage, die nur zu der Führung geöffnet ist.
 
Auch dabei ist die Flad´sche Sägemühle (Hohe Straße 10). Von 1846 bis 1861 war dort eine Fadenzwirnerei untergebracht. 1861 wurde eine Holzgattersäge eingebaut, die bis 1967 mittels eines unterschlächtigen Wasserrades ihren Dienst tat. Dieses Wasserrad steht heute als Anschauungsobjekt an der Römerstraße. Seit 1967 treibt eine 21 PS (15 KW) starke Turbine die Säge an. Im Jahre 1997 wurde mit dieser Säge das letzte Mal offiziell gearbeitet. Otto Flad wird an diesem Tag in der Zeit von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr die Sägemühle zur Demonstration für die Besucher in Betrieb nehmen.
 
Nur in diesem Jahr dabei ist das „Fotohaus Burgemeister“ (Marktstraße 33). Seit 1904 und bereits in der 4. Generation wird das Fachgeschäft im Familienbesitz geführt. Ein umfangreiches Bilderarchiv lädt ein, die Geschichte der Fotografie zu entdecken. Mit Atelier-Kameras um 1900 und Laborgeräte aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts bekommt man Einblicke in ein vergangenes analoges Handwerk. Führungen finden in der Zeit von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit Steffen Burgemeister statt. 
 
Pfullingens Bürgermeister Michael Schrenk lädt Besucher aus nah und fern herzlich ein, am Tag des offenen Denkmals in Pfullingen diese interessanten Sehenswürdigkeiten zu besuchen und das Angebot der zahlreichen kostenlosen Führungen zu nutzen.
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