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Volkshochschule stärkt Medienkompetenz - Jugendliche fertigen im vhs-Ferienkurs Youtube-Videokurs wie dei Großen der Branche


Influencer, Content-Creator, Youtuber – was sich für die ältere Generation nicht selten befremdlich anhört, ist aus der Lebenswelt der Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Seit ihrer Entstehung im Jahre 2005 hat sich die Video- und Streamingplattform Youtube zur zweitgrößten Suchmaschine weltweit entwickelt und bietet professionelles aber auch privat erstelltes Filmmaterial zu nahezu allen Lebensbereichen an. Die Allgegenwärtigkeit des Portals übt besonders auf Heranwachsende eine große Faszination aus, die nicht selten einen eigenen Kanal bespielen wollen, doch mit der Aufnahmetechnik Probleme haben.
 
 „Ich habe es alleine probiert und bin kläglich gescheitert“, gibt der 13-jährige Tobias zu Protokoll und freut sich über die Möglichkeit seine Kenntnisse über den Workshop im Sommerferienprogramm zu erweitern. Mit ihm haben sich noch sechs weitere Jugendliche angemeldet und experimentieren nun unter den fachkundigen Augen von Antonius van der Weert an den ersten eigenen Produktionen. Der seit mehreren Jahren auf dem Feld der neuen Medien lehrende Dozent der vhs Pfullingen führt hauptberuflich ein Unternehmen im Bereich der Mediengestaltung und begeistert sich für die große Neugier, die seiner Passion für Smartphones und Grafik entgegengebracht wird. „Es ist beeindruckend, wie viel Kreativität und Vorstellungskraft in den Kindern gerade in Bezug auf die neuen Medien steckt“, erklärt van der Weert, setzt jedoch bedauernd hinzu „doch viele konsumieren leider nur, statt selbst aktiv zu werden.“
 
Um in dem zweitägigen Kurs möglichst viele Impulse an die Nachwuchskünstler zu vermitteln, hat van der Weert Unmengen an Equipment aufgefahren und animiert die Jugendlichen beständig mit beispielsweise Winkel, Beleuchtung und Szenerie zu spielen. „Das Schöne bei der Arbeit mit Kindern ist die Unerschrockenheit und das Vorbehaltlose. In ihren Köpfen existieren noch nicht so viele Grenzen und so entstehen mühelos innovative Arbeiten.“
Für die Verantwortlichen der vhs war es zusätzlich zur rein medientechnischen Kompetenz von Beginn an wichtig, dass in der Konzeption auch medienpädagogische sowie medienkritische Elemente integriert werden: „Im Sinne unseres Bildungsauftrages waren Bausteine, die unter anderem das Verhalten im Netz thematisieren, zwingender Bestandteil eines solchen Angebots“, erläutert Anja Haid-Licht. Die zuständige Fachbereichsleiterin für die junge vhs hält derlei Kurse auch deswegen für bedeutsam, da es für Erkenntnisse sorge: „Wenn junge Menschen selbst Videoproduktionen erstellen und dabei beispielsweise eine Auswahl der Inhalte vornehmen sowie sich für eine Art der Präsentation samt damit einhergehender Wirkung entscheiden, entsteht ein mediales Bewusstsein und es erhöht die Reflektionsfähigkeit.“
 
Als am Ende des Kurses verschiedene Filmaufnahmen herumgereicht und besprochen werden, zeigt sich, wie intensiv die Jugendlichen die Inhalte aufgesogen und umgesetzt haben. Auf die Frage hin, ob Sie einen solchen Kurs noch einmal belegen würden, antwortet die Gruppe mit einem einmütigen „Ja“, was die Veranstalter durchaus als Auftrag zur Fortsetzung des Formats verstehen. Ob hier nun der Grundstein für zukünftige Youtube-Karrieren gelegt wurde bleibt abzuwarten, der tatsächlichen Umsetzung wäre man nach diesem Kurs aber definitiv ein großes Stück näher.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vhs-Ferienprogrammkurses "Youtube Videokurs mit dem Smartphone" und ihr Kursleiter Antonius von der Weert (vorne)
Foto: Antonius van der Weert

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