• 19.10.2017
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Geschäftsstelle des Umlegungsausschusses

Eine Umlegung (auch Baulandumlegung genannt) ist ein gesetzlich geregeltes förmliches Grundstücksflächen-tauschverfahren (Bodenordnungsverfahren), das im Baugesetzbuch (§§ 45 ff. BauGB) geregelt ist. Bei einer Umlegung sollen Grundstücke geschaffen werden, die nach Lage, Form und Größe für eine bauliche oder sonstige Nutzung geeignet sind. Die Umlegung wird von der Umlegungsstelle (Umlegungsausschuss oder Gemeinde) angeordnet, wobei das Erfordernis zur Umlegung gegeben sein muss. Eine Umlegung muss fünf Prinzipien genügen:
  • Konformitätsprinzip, das heißt die Rechtsverhältnisse der Grundstücke werden durch Grenzveränderung an die beabsichtigte Verbesserung der Nutzung angepasst.
Der Umlegungsausschuss achtet auf das
  • Solidaritätsprinzip, das heißt die Grundflächen für gemeinschaftliche und öffentliche Anlagen müssen zu gleichen Anteilen von allen betroffenen Grundstückseigentümern aufgebracht werden.
  • Konservationsprinzip, das heißt die Substanz des Grundeigentums darf durch die Umlegung nicht vermindert werden.
  • Privatnützigkeitsprinzip, das heißt die Umlegung muss außer dem öffentlichen Interesse auch im Interesse der Grundeigentümer erfolgen.
  • Surrogationsprinzip, das heißt, dass das Recht auf Eigentum gewahrt bleibt