• 10.12.2018
  • 14:14

Adressen der Museen:

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Villa Louis Laiblin

Dokumentationsstätte über die Geschichte und das Wirken der Familie Laiblin
Villa_Laiblin
Klosterstraße 82
72793 Pfullingen

Zu den wichtigsten Pfullinger Persönlichkeiten zählt der Mäzen Louis Laiblin, der am 4. Juni 1861 in Pfullingen als Sohn des Ernst Louis Laiblin, Kommerzienrat und Papierfabrikant, und Laura Larissa, geb. Lang geboren wurde.

Nach dem Besuch des königlichen Real-Gymnasiums in Stuttgart und einer kaufmännischen Ausbildung machte er Bildungsreisen.
1885 heiratete er Helene geb. Fleischhauer. Von da an lebte er als Privatier. Seine Frau starb bereits im Jahre 1897.
Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1892 wurde ihm dessen Anteil aus der Papierfabrik Gebr. Laiblin ausbezahlt. Die Firma wurde von seinen Vettern Karl und Ernst weitergeführt.
Louis Laiblin widmete sich nach dem Austritt aus der Firma seinen vielseitigen Interessen. Er trat als Förderer von Künstlern, Kirchen, von kulturellen und gemeinnützigen Vereinigungen und als Wohltäter seiner Vaterstadt in Erscheinung. Im Zeitraum von 1901 bis 1922 wurden etwa 280 größere und kleinere Stiftungen registriert.

Als die wichtigste Stiftung können die Pfullinger Hallen angesehen werden, die von 1904 bis 1907 von dem größten Architekten der damaligen Zeit, Theodor Fischer, erbaut wurden. Louis Laiblin stiftete sie 1907 der Stadt Pfullingen als „Ton- und Turnhalle“. Die Pfullinger Hallen sind heute ein kulturelles Denkmal ersten Ranges.

Laiblin finanzierte hauptsächlich den Schönbergturm, die sogenannte „Unterhos“, das Wahrzeichen von Pfullingen. Dieser wurde ebenfalls nach den Plänen von Theodor Fischer 1905 erbaut und dem Schwäbischen Albverein übergeben.

Darüber hinaus stiftete Laiblin u. a. den Festplatz auf der kleinen Wanne, die Lindenallee entlang der Eisenbahnstraße, ein Kirchenfenster im Chor der Martinskirche, Geld und Bücher zur Gründung der Volksbibliothek und richtete Arbeiterhäuser ein. Den Erlenhof vermachte er in seinem Testament der Stadt Pfullingen.

Auf Grund seiner Verdienste für sein Heimatland wurde Louis Laiblin zum Ehrenbürger der Stadt Pfullingen ernannt. Im Jahre 1917 wurde er zum geheimen Hofrat, 1918 zum Träger des Komturkreuzes des Herzogl. Sächsischen Ernestinischen Hausordens und 1924 zum Ehrensenator der Universität Tübingen ernannt.
Nach einem erfüllten Leben starb Louis Laiblin am 10. Februar 1927 in der Med. Universitätsklinik an den Folgen eines Schlaganfalls.

Die drei Räume mit anschließender Loggia in der Villa Laiblin sollen Einblicke in das Leben und Wirken von Louis Laiblin und seiner Familie geben.






Parkmöglichkeiten
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Klosterkirche

Klosterkirche Miniatur
Klostergarten 2
72793 Pfullingen
Parkmöglichkeiten
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Neske - Bibliothek

Literarische Ausstellung zum Verlag Günther Neske
Teil der literarischen Gedenkstätten des Landes Baden-Württemberg
Neskelogo
Klosterstraße 28
72793 Pfullingen
07121 / 5856786
Parkmöglichkeiten
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Stadtgeschichtliches Museum

Trachten- und Mühlenmuseum

Schild mit Aufschrift Trachten- und Mühlenmueum

Weitere Infos:

Museen und Ausstellungen

Pfullingen hat sechs Museen und Ausstellungen, die sich mit der Geschichte und Tradition der Stadt befassen:

Württembergische Trachten

Trachtensammlung des Schwäbischen Albvereins mit Trachten aus dem ehemaligen Königreich Württemberg und angrenzenden Gebieten.

Seit dem Jahr 2012 Informationszentrum zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb.


Mühlen

Funktionsfähige wassergetriebene Schaumühle in der ehemaligen Baumannschen Mühle über vier Stockwerke: Mahlgänge, Brechwerke, Plansichter und sonstige Einrichtungen.


Stadtgeschichte

Museale Präsentation der Stadtgeschichte Pfullingens im "Schlössle", einem Fachwerkbau von 1450. Landwirtschaft und Handwerk in vorindustrieller Zeit.


Neske-Bibliothek

In authentischen Räumen befindet sich im ehemaligen Wohn- und Verlagshaus der Fabrikantenfamilie Gayler und der Verlegerfamilie Neske eine literarische Ausstellung zum Neske-Verlag. Sie ist Teil der literarischen Gedenkstätten des Landes Baden-Württemberg.


Klarissenkloster

Geschichte der Pfullinger Klarissen und des „Lebens hinter dem Sprechgitter“. Multimediale Ausstellung „Armut –Demut –Gehorsam, Die Welt der Pfullinger Klarissen 1250 – 1649“.

Die beiden Dauerausstellungen im Klosterareal sind der Pfullinger Kulturgeschichte gewidmet.


Villa Louis Laiblin

Dokumentationsstätte über das Leben und Wirken von Louis Laiblin und seiner Familie.

Öffnungszeiten Städtische Museen und Ausstellungen

Öffnungszeiten Klosterkirche, Stadtgeschichtliches Museum, Württembergisches Trachtenmuseum und Mühlenmuseum:

Von Anfang Mai bis Ende Oktober, sonn- und feiertags von 14 - 17 Uhr.

Führungen sind nach Vereinbarung außerhalb dieser Zeiten möglich.

Öffnungszeiten Villa Laiblin und Neske-Bibliothek:

Von Juni bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat sowie am Internationalen Museumstag und am Tag des offenen Denkmals von 14 – 17 Uhr.

Eintrittspreise:

Der Eintritt ist frei.