• 25.06.2019
  • 11:26

Stadtnachricht

Tag des offenen Denkmals 2018 am 9. September

Entdecken, was uns verbindet

Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals öffnen traditionell zahlreiche historische Bauten ihre Pforten. Das Angebot eignet sich hervorragend für einen Familientag - ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
 
Im Jahre 1252 wurde das Klarissenkloster (Im Klostergarten 2) erstmals urkundlich erwähnt.
Die Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals sind von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Um 13:30 Uhr und 16:00 Uhr kann an Führungen mit Reinhart Haug und Eberhard Gröner teilgenommen werden.
 
Direkt neben dem Klostergarten befindet sich die ehemalige Privatbibliothek der Fabrikanten- und Verlegerfamilie Gayler und Neske, die „Neske Bibliothek“ (Klosterstraße 28). Diese wurde erhalten und mit großzügiger Unterstützung der Arbeitsstelle für literarische Museen in Marbach und den Leihgaben der Familie Neske mit einer einzigartigen Ausstellung ausgestattet. Die Neske-Bibliothek ist von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
 
Die Villa Louis Laiblin (Klosterstraße 82) wurde 1872 durch den Papierfabrikanten Ernst Louis Laiblin (1817-1892) im Stil der Neo-Renaissance erbaut. Für den Bau der Villa wurde der Reutlinger Architekt Hermann Zwißler beauftragt. Zeitgleich mit dem Bau der Villa entstand auch die ausgedehnte Parkanlage südwestlich der Villa. Seit 2011 befindet sich dort auch die Dokumentationsstätte über „Louis Laiblin“ die zu Ehren des 150. Geburtstages des Mäzens eröffnet wurde. Genauere Informationen gibt es bei einer Führung um 11:00 Uhr mit Martin Fink. Von 14:00 bis 17:00 Uhr kann die Ausstellung auch ohne Führung besichtigt werden.
 
Ebenfalls zu besichtigen sind die von dem Architekten Theodor Fischer entworfenen Pfullinger Hallen (Klosterstraße 110). Nähere Informationen zu den Pfullinger Hallen gibt es bei den von Katja Plankenhorn M. A. und Martin Fink durchgeführten Rundgängen, die um 11:00 Uhr und um 13:00 Uhr stattfinden. Die Pfullinger Hallen sind am Tag des offenen Denkmals von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
 
Wie auch die Pfullinger Hallen wurde der Pfullinger Schönbergturm in den Jahren 1905/1906 von Theodor Fischer geplant und erbaut. Der Aussichtsturm ist der erste Turm dieser Art, der in Eisenbetonbauweise erstellt wurde. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt Pfullingen. Der Turm kann ganztägig besichtigt werden. Führungen mit Herrn Helmut Barthold werden nach Bedarf angeboten. Die Bewirtung am Turm ist wetterabhängig.
 
Die Museen im Schlösslespark zeigen beispielhaft die Entwicklung eines Landstädtchens zum Industrieort. Die drei Museen bestehen aus dem Mühlen- und Trachtenmuseum in der ehemaligen Baumann´schen Mühle (Josefstraße 5/2) sowie dem Stadtgeschichtlichen Museum im Schlössle und der Schlössles-Scheuer (Griesstraße 24/1).
 
Die Museen in der Baumann´schen Mühle haben am Tag des offenen Denkmals von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Führungen finden wie folgt statt:
 
Im Württembergischen Trachtenmuseum (ehem. Baumann´sche Mühle) führt Dorothea Brenner um 13:00 Uhr und um 15:00 Uhr durch das Museum. Dort wird derzeit die Sonderausstellung „K wie Kleidung - Uniform + Mode + Vermögen = Männertracht“ gezeigt.
 
Im Mühlenmuseum (ebenfalls ehem. Baumann´sche Mühle) zeigt Hartmut Seeger um 14:00 Uhr und um 16:00 Uhr, wie die Mühle früher betrieben wurde.

 
Das Schlössle wurde um 1450 erbaut und 1487 an Graf Eberhard von Württemberg verkauft, bevor es in Privatbesitz überging. 1987 fand nach einer umfangreichen Renovierung hier das Stadtgeschichtliche Museum seinen Platz.
Im Stadtgeschichtlichen Museum (Schlössle) zeigt der Geschichtsverein dieses Jahr die Sonderausstellung „Klosterkirche, Kulturarbeit, Kommunikation – 40 Jahre Geschichtsverein Pfullingen“. Die Ausstellung kann von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr besucht werden. Stefan Spiller führt um 14:00 Uhr durch das Museum.
 
Wissenswertes über das Rathaus 1 erläutert Martin Fink in seiner Führung um 14:30 Uhr.
 
Die evangelische Martinskirche (Marktplatz 1) ist am Tag des offenen Denkmals von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.
 
Der Luftschutzkeller beim städtischen Kindergarten (Schulstraße 16) birgt viele Geheimnisse. Der Keller wurde, ähnlich wie der Schönbergturm, in Stahlbetonbauweise erstellt. Er erstreckt sich von unterhalb des Kindergartenvorplatzes bis zur Schulstraße und bis zur ehemaligen Bahnlinie. Martin Fink führt an diesem Tag um 16:30 Uhr durch die Luftschutzkelleranlage, die nur zu der Führung geöffnet ist.
 
Auch dabei ist die Flad´sche Sägemühle (Hohe Straße 10). Von 1846 bis 1861 war dort eine Fadenzwirnerei untergebracht. 1861 wurde eine Holzgattersäge eingebaut, die bis 1967 mittels eines unterschlächtigen Wasserrades ihren Dienst tat. Dieses Wasserrad steht heute als Anschauungsobjekt an der Römerstraße. Seit 1967 treibt eine 21 PS (15 KW) starke Turbine die Säge an. Im Jahre 1997 wurde mit dieser Säge das letzte Mal offiziell gearbeitet. Herr Otto Flad wird an diesem Tag in der Zeit von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr die Sägemühle zur Demonstration für die Besucher in Betrieb nehmen.
 
Auch dieses Jahr öffnet die Volk´sche Mühle (Kraußstraße 6/1) ihre Tore. Sie liegt im Südwesten des großflächigen Ortskerns von Pfullingen gehört zu den zahlreichen historischen Mühlenbauten des erst 1699 zur Stadt erhobenen Dorfes. Sie liegt am 3/8 Kanal, der nördlich den Klostersee speist. Vermutlich war 1620 die Umstellung von der Lohmühle zu einer Mahlmühle. Seit 1766 war die Familie Volk Miteigentümer der Mühle, die der Mühle den Namen Volk´sche Mühle gegeben hat. Ab 1785 war Christof Volk alleiniger Besitzer der Mühle was für diese Zeit außergewöhnlich war. Seit 2011 ist die Mühle in Besitz von Claudia Renz und wird seither restauriert. Mehr Informationen dazu erhält man bei den Führungen zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr durch Gerd Renz.
 
Die Fadenfabrik Albert August Knapp „die Knappete“ (Hohe Str. 9/1) ist dieses Jahr ebenfalls dabei. 1852 zog die Textilindustrie in Pfullingen ein. Albert August Knapp, jüngster Spross einer Reutlinger Manufakturwarenhandlung gründete auf Initiative von Ferdinand von Steinbeis von der „Centralstelle für Gewerbe und Handel“ in Stuttgart die Leinenzwirnerei AAK am 5/8-Kanal der Echaz, die „Knappete“. Wahrzeichen war der erste Fabrikschornstein Pfullingens, viereckig aus Tuffstein und 70 Meter hoch. Am Tag des offenen Denkmals zeigt Prof. Waltraud Pustal eine Foto-Schau mit Führung durch die Geschichte der „Knappete“, die von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu besichtigen ist.
 
Bürgermeister Michael Schrenk lädt herzlich ein, am Tag des offenen Denkmals in Pfullingen diese interessanten Sehenswürdigkeiten zu besuchen und das Angebot der zahlreichen kostenlosen Führungen zu nutzen.