• 25.06.2017
  • 07:20
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Ansprechpartner

  • Sprecher Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“:
    Ilse Talmon-Gros
    E-Mail: i.talmon@web.de

    Klaus Thilo
    E-Mail: klausthilo@t-online.de

    Martin Stark
    E-Mail: stark.martin1@freenet.de
     

    Ansprechpartnerin Stadtverwaltung:
    Sabine Hohloch
    Tel. 07121/7030-4100
    E-Mail: sabine.hohloch@pfullingen.de

Einkaufsführer für Fairtrade-Produkte in Pfullingen:

Fairtrade-Stadt

Pfullingen ist Fairtrade-Stadt

Pfullingen hat es geschafft. Als 91. Kommune in Deutschland hat sie alle Kriterien der internationalen Kampagne „Fairtrade-Towns“ erfüllt. Am Samstag, 30. Juni 2012 überreichte Manfred Holz, Ehrenbotschafter von TransFair e.V. Bürgermeister Rudolf Heß und der Steuerungsgruppe in einer Feierstunde auf dem Pfullinger Marktplatz während des Kreativ-Markts und Biosphärenmarkts die Urkunde. Bürgermeister Heß dankte allen Aktiven in Pfullingen, die dies möglich gemacht haben, vor allem der Eine-Welt-Initiative Thomaskirche, den 18 beteiligten Einzelhändlern, den 5 Gastronomiebetrieben, den beiden Vereinen, den 4 Schulen und 5 Kirchengemeinden sowie den Mitgliedern der Steuerungsgruppe. Diese lud die Besucherinnen und Besucher des Markts gemeinsam mit Einzelhändlern während der Marktzeiten am Samstag zu einer Verkostung von Kaffee und Säften ein. Außerdem boten die Einzelhändler eine Reihe von Produkten aus Fairem Handel zum Verkauf an.

Nachdem in Pfullingen in den vergangenen 2 Jahren etliche Aktivitäten in Sachen Fairer Handel durchgeführt wurden und auch die sonstigen Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind, darf Pfullingen seit Juni 2014 den Titel „Fairtrade-Stadt“ für weitere 4 Jahre tragen.
 
In der Zwischenzeit engagieren sich 20 Einzelhändler, 4 Gastronomiebetriebe, 6 Vereine/Organisationen, 5 Schulen und 5 Kirchengemeinden im Bereich der „Fairtrade-Stadt“.

Fairtrade-Verleihung
Vorgeschichte:

Am 05. Juli 2011 hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderates der Stadt Pfullingen beschlossen, im Rahmen der internationalen Kampagne „Fairtrade Towns“ den Titel „Fairtrade-Stadt“ anzustreben.

In Pfullingen besteht seit Februar 2009 die „Eine-Welt-Initiative Thomaskirche Pfullingen“, die sich die weitere Verbreitung des Fairen Handels zum Ziel gesetzt hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Initiative haben der Verwaltung ihr Anliegen, Pfullingen zu einer „fairen“ Stadt zu machen, vorgetragen und auch schon diverse Aktionen in Pfullinger Geschäften durchgeführt.

Im November 2011 hat sich eine Steuerungsgruppe mit den Vertretern der Eine-Welt-Initiative der Thomaskirche, der Schulen, des Einzelhandels, der Vereine, der Stadtverwaltung und interessierten Privatpersonen gebildet. Diese arbeitete zügig daran, die weiteren Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass im März 2012 eine Bewerbung um den Titel „Fairtrade-Stadt“ eingereicht werden konnte.


Was bedeutet „Fairtrade-Stadt“?

Fairtrade-Towns (in Deutschland Fairtrade-Stadt) ist eine weltweite Kampagne. In 24 Ländern gibt es über 1.500 Fairtrade-Städte, darunter London, Rom, Brüssel und San Francisco. Ziel ist, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen und den Fairen Handel zu verbreiten.

TransFair e.V. informiert und unterstützt die Kommunen mit vielfältigen Materialien und Vorschlägen im Rahmen der Kampagne. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den fairen Handel deren Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.


Die wichtigsten Standards des fairen Handels sind:

Soziales:
  • Arbeitsbedingungen
  • Gemeinschaftsprojekte
  • Versammlungsfreiheit
  • Diskriminierungsverbot
  • Keine illegale Kinderarbeit

Ökonomie:
  • Beratung
  • Stabile Mindestpreise
  • Fairtrade-Prämien
  • Langfristige Handelsbeziehungen
  • Vorfinanzierung


Ökologie:
  • Liste verbotener Substanzen
  • Umweltschonender Anbau
  • Förderung des Bio-Anbaus
  • Verbot gentechnisch veränderter Organismen
  • Bioaufschlag


Wie wird man Fairtrade-Stadt?

Um Fairtrade-Stadt werden bzw. bleiben zu können, müssen fünf Kriterien erfüllt werden:

  1. Es muss beschlossen werden, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse/des  Gemeinderats sowie im Bürgermeisterbüro Fair-Trade-Kaffee sowie ein  weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird. Außerdem muss eine  Entscheidung vorliegen, dass die Stadt den Titel „Fairtrade-Stadt“  anstrebt.

  2. Eine lokale Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten auf dem Weg zur  „Fairtrade-Stadt“.

  3. In mindestens 4 örtlichen Einzelhandelsgeschäften werden mindestens 2  Produkte aus fairem Handel angeboten und in mindestens 2  Gastronomiebetrieben werden mindestens 2 Fairtrade-Produkte  ausgeschenkt.

  4. Jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche verwenden Fairtrade- Produkte und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer  Handel“ durchgeführt.

  5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur  „Fairtrade-Stadt“.